Die italienische Mafia: Eine historisch-soziologische Einführung in ihre Entstehung und Entwicklung.
Die italienische Mafia: Eine historisch-soziologische Einführung in ihre Entstehung und Entwicklung
Einführung
Die italienische Mafia ist ein Phänomen, das seit über 200 Jahren die öffentliche Diskussion beeinflusst. Ihre Wurzeln reichen bis ins späte Mittelalter zurück, aber es war im 19. Jahrhundert, als sie ihre heutige Form annahm. In diesem Artikel wird eine historisch-soziologische Einführung in die Entstehung und Entwicklung der italienischen Mafia gegeben.
Die Anfänge: Der Einfluss von Feudalismus mafia-kasino.de und Kolonialismus
In Italien begann das feudale System bereits im Hochmittelalter zu verfallen. Die Herrschaft über Land und Volk lag in den Händen einer kleinen Elite, während die große Mehrheit der Bevölkerung als Untertanen lebte. Einige Regionen entwickelten sich jedoch rasch, wie Sizilien, das von verschiedenen Völkern besiedelt wurde und dadurch eine Vielfalt an Kulturen hervorbrachte.
Mit der Kolonisation Siziliens durch die Normannen im 11. Jahrhundert begann ein Prozess, in dem sich die dortige Elite etablierte und das Land nach ihren Vorstellungen strukturierte. In dieser Zeit entstanden auch die ersten Mafia-Strukturen. Diese Organisationen halfen der lokalen Oberschicht bei der Ausübung ihrer Macht über die Untertanen.
Die Eroberung Siziliens durch Ferdinand von Aragón (1479)
In diesem Moment begann ein weiterer wichtiger Faktor für das Wachstum der italienischen Mafia zu wirken: Die spanische Krone. Der ehrgeizige König Ferdinand II. von Aragon übernahm Sizilien und damit einen wichtigen Teil des italienischen Festlandes unter seine Kontrolle.
Die Herrschaft Ferdinands war geprägt durch eine strenge Zentralisierung der Macht, wodurch er die lokalen Strukturen in seinem Gebiet kontrollierte. Die Untertanen mussten sich jedoch an diese neue Machtstruktur gewöhnen und wurden dadurch abhängig von ihr.
Das Königreich Sardinien-Piemont: Ein neuer Meilenstein auf dem Weg zur italienischen Mafia
Im 19. Jahrhundert begann die Zentralisierung der Macht, ein Prozess, den Italien erlebte und den auch das Gebiet um Sizilien betraf. Die Regierungen Sardiniens-Piemonts setzten alle ihre Kräfte darauf an, ein geeintes Italien zu schaffen.
Im Zuge dieser Umwandlung erhielt die italienische Mafia einen neuen Impuls: Sie wurde jetzt mit der Verwaltung des Landes zusammengebracht. So entstand eine neue Form von Macht, nämlich die, die aus dem Kontrollverlust und -gewinn zwischen verschiedenen Machtzentren entsteht.
Die moderne Phase der italienischen Mafia
Im frühen 20. Jahrhundert begann in Italien eine Ära des sozialen Wandels. In der Arbeiterbewegung formten sich Parteien wie die Kommunistische und Sozialeistpartei, aber auch nationalistische Gruppen.
Die Krise nach dem Zweiten Weltkrieg prägte das Land schwer: Die Wirtschaft stagnierte, Arbeit und Brot wurden knapp. Im Alltag entstanden neue Formen von Kriminalität, wozu sich der organisierte Verbrechen stets wieder fügte. In dieser Zeit entstand auch die Kamorra in Neapel.
Organisation
Die italienische Mafia ist eine Organisation mit verschiedenen regionalen Teilen und Strukturen. Ihre Ausprägung und Bedeutung variiert je nach Region, aber es gibt Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Machtzentren.
Eine wichtige Rolle spielt hier die Hierarchie innerhalb der Organisation. So existieren verschiedene Ränge, von den einfachen Mitgliedern bis zu Anführern (auch als «Capofamiglia» bezeichnet). Dieser Aufbau wird meistens im Familienname festgehalten.
Verbreitung und Aktivitäten
In Sizilien ist die Mafia am stärksten ausgeprägt. Sie kontrolliert den großen Teil der Landwirtschaft, des Handels mit Obst- und Gemüseproduktion in Italien sowie Exporte nach Frankreich. Auch im Bereich der Finanzen ist sie aktiv: Zahlreiche Immobilien sind jetzt durch illegale Verbriefungen zu Sicherheiten für Mafia-Kreditvergaben geworden.
In Neapel gibt es die Kameraden von Onofrio «Onorato» Caronna, das Capo oder Anführer in Sizilien. Der ehemalige Unterstaatssekretär (Vizeminister) des sozialistischen Ministers für Bildung, Unterricht und Forschung im Ministerium für Erziehung und Kultur wurde einer der drei mächtigsten Befehlshaber.
Anwender- und Beziehungsbezogene Sicherheit
Wenn Sie Interesse daran haben, etwas mit Mafias bekannteren Aktivitäten zu tun haben oder eine Firma aus Italien besuchen möchten, sollten Sie folgende Richtlinien beachten:
- Seien Sie vorsichtig bei den Menschen um sich herum.
- Begeben Sie sich nur in bewohnte Gegenden und nutzen Sie für die Weiterreise öffentliche Verkehrsmittel wie Bahnen oder Busse.
- Melden Sie jedes vertrauliche Dokument an Ihrer Firma, das sie aus dem Ausland nach Deutschland übermitteln möchten, sofort Ihrem Versicherungsdienstleister (Rückversicherer) zu Hause.
- Wenn Ihnen von jemanden angeboten wird ein Fahrzeug in den Ort hinein und zurück zum Flughafen mitzunehmen oder die Fahrt für Sie selbst vornehmen lassen werden, lehnen Sie diese Angebot ab.
- Bleiben Sie nur in bewachten Restaurants. Die meisten sind an sich schon nicht zu empfehlen.
Schluss
In dem Artikel wurde eine Einführung gegeben auf eine Phänomen Italiens: seine Mafia. Es handelt sich hier um ein komplexes, durch Jahrhunderte geschaffenes Gebilde, das immer wieder von neuem zur Macht kam, an der sich die ganze Gesellschaft und Wirtschaft des Landes zu Lasten einer einzigen sozialen Schicht vergrößert.
Die Geschichte der italienischen Mafia ist mit der Eroberung Siziliens durch Ferdinand II. begonnen hat. Sie erreichte jedoch ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert, als Italien seine Zentralisierung vollzog und dabei die Machtverteilung über das Land teilte.
Der soziologische Aufbau dieser Organisation war von Anfang an durch eine Hierarchie geprägt: Familie, Capofamiglia usw. Dieser Rangfähigkeit wurde je nach Region in ganz Italien der richtige Platz zugewiesen, was sich auch an der Struktur zeigt.
Wichtig ist es immer zu beachten, wenn Sie als Tourist oder Geschäftsmann in einem Land sind, das von Mafia-Kräften kontrolliert wird.